Tarot legen lernen in fünf Stufen

Frag Cai

Tarot Legearten

Tarot legen lernen

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Tarot lernst du am besten so, wie man eine Sprache lernt: erst einzelne Worte, dann kleine Sätze, dann Geschichten. Hier ist ein Weg in fünf Stufen – nimm dir für jede Zeit, so viel du brauchst.

Das Wichtigste vorab
78 Karten, zwei Teile

Die 22 grossen Arkana stehen für die grossen Themen des Lebens. Die 56 kleinen Arkana zeigen den Alltag – in vier Farben.

Die vier Farben

Stäbe: Feuer und Tatkraft. Kelche: Gefühl und Herz. Schwerter: Denken und Klarheit. Münzen: Körper, Geld und das Greifbare.

Die gute Frage

Offene Fragen öffnen die Karten: «Was hilft mir …?», «Wie kann ich …?», «Was darf ich sehen?» So zeigen sie dir Wege statt eines Urteils.

Ein Spiegel

Die Karten zeigen, was in dir und um dich wirkt. Die Antwort trägst du selbst in dir – die Karten helfen, sie zu sehen und den nächsten Schritt zu finden.

Dein Weg in fünf Stufen

Ein Wort am Tag

Ziel: die Karten kennenlernen.

Zieh jeden Morgen eine Karte – die Tageskarte. Schau sie dir in Ruhe an: Was siehst du, welche Farben, welche Stimmung? Am Abend fragst du dich, wo dir ihr Thema begegnet ist.

Tipp: Schreib zu jeder Karte drei Worte auf. Nach ein paar Wochen hast du dein eigenes Kartenbuch.

Kleine Sätze

Ziel: Karten miteinander lesen.

Mit drei Karten erzählst du eine kleine Geschichte: wo du stehst, was dich gerade fordert, wohin es gehen kann. Lies die Karten nicht einzeln, sondern als Satz – was verbindet sie?

Tipp: Achte darauf, welche Farbe oder welche Figur mehrmals auftaucht. Wiederholungen sind ein Hinweis.

Mit Plätzen arbeiten

Ziel: verstehen, dass der Platz die Frage an die Karte stellt.

Jetzt bekommt jede Karte einen festen Platz mit einer eigenen Bedeutung. Gute erste Legungen sind das Kreuz, der nächste Schritt und Pro und Kontra.

Tipp: Lies zuerst, was der Platz fragt – und dann, was die Karte darauf antwortet.

Den Bogen spannen

Ziel: grössere Legungen als Ganzes lesen.

Mit dem keltischen Kreuz oder dem Narrenspiel liest du eine längere Entwicklung. Beginne mit dem Herz der Legung und lass dann die anderen Karten darum herum sprechen.

Tipp: Erzähl dir die Legung laut als Geschichte. Was beim Sprechen stockt, verdient einen zweiten Blick.

In die Tiefe

Ziel: dich selbst im Spiegel der Karten erkennen.

Legungen wie der blinde Fleck, die sieben Todsünden oder Inannas Abstieg führen nach innen. Sie brauchen Zeit – lass die Karten ein paar Tage liegen und schau sie immer wieder an.

Für diese Legungen ist ein Gegenüber wertvoll: Conradius legt sie gern mit dir persönlich, per WhatsApp-Video.

Am Legetisch ziehst du deine Karten selbst und bekommst eine Deutung zu deiner Frage – mit einem nächsten Schritt, den du heute gehen kannst.